Die italienischen Kommunisten (PdCI) hielten gestern im Grieser Altmann-Haus ihren Landesparteitag ab.

„Das Schiff steuert das Zentrum an“

Tageszeitung
Donnerstag, 12. 4. 2007


Interview: Thomas Vikoler

 

Die italienischen Kommunisten (PdCI) hielten gestern im Grieser Altmann-Haus ihren Landesparteitag ab. Auch der nationale Leader Oliviero Diliberto war vor Ort. Landessekretär Carlo Carlini  über Obstruktion, Zentrumsbewegungen und das geplante Linksbündnis

Tageszeitung: Herr Parteisekretär, wie geht es den italienischen Kommunisten ? Weil politi-sche Mandatare fehlen, ist die Sichtbarkeit sehr gering...

Carlo Carlini: Ja, das stimmt. Aber es wird hierzulande so etwas wie Obstruktion gegen uns betrieben, auch seitens der Medien. Es wird immer nur auf den Begriff ,,kommunistisch" hingewiesen und so getan, als kämen wir von den Gletschern. Dabei haben wir eine politisch klare Linie, die sich mehr und mehr bestätigt. Auch in Gestalt von neuen Parteimitgliedern und beachtlichen Wahlergebnissen, ob das nun in Innichen ist oder in Graun.

Und zum heutigen (gestrigen, Anm.) Parteitag im Grieser Alt-mann-Haus kam Parteisekretär Oliviero Diliberto. Welche Inputs hat er gegeben?

Er hat betont, dass er volles Vertrauen in unsere Arbeit hat und dass wir unseren Weg fortsetzen sollen. Es hat sich gezeigt, dass wir bei den Gemeinderatswahlen 2005 in Bozen richtig lagen, als wir uns gegen einen Pakt mit UDC gestellt haben und allein angetreten. sind. Dasselbe gilt, wie Diliberto in seinem Referat bestätigt hat, auf nationaler Ebene. Ein Pakt mit UDC wäre das Ende der Regierung Prodi. Es gibt immer mehr Anzeichen, dass das Schiff in Richtung Zentrum steuert, aber nicht mit uns.

In Südtirol steht ein Wahlbündnis aller Linkskräfte für die Landtagswahlen zur Diskussion, aber Rifondazione scheint mit Ihrer Partei weiterhin nicht gut zu können...

Wir sind sehr perplex darüber, was da alles gegen uns aufgefahren wird. Seit 2001 fordern wir sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene, dass es eine stärkere Linke braucht, die sich zusammenschließt. ,,Vereint in der Unterschiedlichkeit", lautet unser Losung. Derzeit gibt es in Südtirol erste Kontakte mit den anderen Parteien, aber es ist für uns eine Bedingung, dass nicht die Liste an der ersten Stelle steht, sondern das gemeinsame Programm. Zudem ist es notwendig, dass die anderen Parteien neue Gesichter und neue Kräfte mobilisieren müssen. Mit alten Hüten wollen wir nichts zu tun haben.

Was halten Sie vom Projekt des Partito Democratico ?

Wenig, weil dieses Vorhaben offensichtlich ins Zentrum steuert. In Südtirol gibt es ja auch Anzeichen, dass man sich mit UDC zusammentut und, auch seitens einiger SVP-Kreise, solche Gespinste wie La Fenice für interessant hält. Wir sind nur für eine starke Linke zu haben, und Diliberto hat uns in seinem Referat darin bestärkt.



Rassegna Stampa
Diliberto dà il via libera

dall' "Alto Adige"
del1'11 aprile 2007


Diliberto, lo sgarbo della sinistra DS

dal "Corriere dell'Alto Adige" del1'11 aprile 2007

Carlini avvia il dialogo con Rifondazione
dall' "Alto Adige"
de112 aprile 2007

«Unità a sinistra» Diliberto rilancia
dal "Corriere dell'Alto Adige" del1'12 aprile 2007

Al congresso del PdCI  la parola d'ordine è: "unità"
da "VB33"
del 12 aprile 2007