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Die italienischen Kommunisten
(PdCI) hielten gestern im Grieser Altmann-Haus ihren
Landesparteitag ab. Auch der nationale Leader Oliviero Diliberto
war vor Ort. Landessekretär Carlo Carlini über Obstruktion,
Zentrumsbewegungen und das geplante Linksbündnis
Tageszeitung: Herr
Parteisekretär, wie geht es den italienischen Kommunisten ? Weil
politi-sche Mandatare fehlen, ist die Sichtbarkeit sehr
gering...
Carlo Carlini: Ja, das stimmt.
Aber es wird hierzulande so etwas wie Obstruktion gegen uns
betrieben, auch seitens der Medien. Es wird immer nur auf den
Begriff ,,kommunistisch" hingewiesen und so getan, als kämen wir
von den Gletschern. Dabei haben wir eine politisch klare Linie,
die sich mehr und mehr bestätigt. Auch in Gestalt von neuen
Parteimitgliedern und beachtlichen Wahlergebnissen, ob das nun
in Innichen ist oder in Graun.
Und zum heutigen (gestrigen,
Anm.) Parteitag im Grieser Alt-mann-Haus kam Parteisekretär
Oliviero Diliberto. Welche Inputs hat er gegeben?
Er hat betont, dass er volles
Vertrauen in unsere Arbeit hat und dass wir unseren Weg
fortsetzen sollen. Es hat sich gezeigt, dass wir bei den
Gemeinderatswahlen 2005 in Bozen richtig lagen, als wir uns
gegen einen Pakt mit UDC gestellt haben und allein angetreten.
sind. Dasselbe gilt, wie Diliberto in seinem Referat bestätigt
hat, auf nationaler Ebene. Ein Pakt mit UDC wäre das Ende der
Regierung Prodi. Es gibt immer mehr Anzeichen, dass das Schiff
in Richtung Zentrum steuert, aber nicht mit uns.
In Südtirol steht ein
Wahlbündnis aller Linkskräfte für die Landtagswahlen zur
Diskussion, aber Rifondazione scheint mit Ihrer Partei weiterhin
nicht gut zu können...
Wir sind sehr perplex darüber,
was da alles gegen uns aufgefahren wird. Seit 2001 fordern wir
sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene, dass es eine
stärkere Linke braucht, die sich zusammenschließt. ,,Vereint in
der Unterschiedlichkeit", lautet unser Losung. Derzeit gibt es
in Südtirol erste Kontakte mit den anderen Parteien, aber es ist
für uns eine Bedingung, dass nicht die Liste an der ersten
Stelle steht, sondern das gemeinsame Programm. Zudem ist es
notwendig, dass die anderen Parteien neue Gesichter und neue
Kräfte mobilisieren müssen. Mit alten Hüten wollen wir nichts zu
tun haben.
Was halten Sie vom Projekt des
Partito Democratico ?
Wenig, weil dieses Vorhaben
offensichtlich ins Zentrum steuert. In Südtirol gibt es ja auch
Anzeichen, dass man sich mit UDC zusammentut und, auch seitens
einiger SVP-Kreise, solche Gespinste wie La Fenice für
interessant hält. Wir sind nur für eine starke Linke zu haben,
und Diliberto hat uns in seinem Referat darin bestärkt. |