| Trient, den 21.November 2001
Am letzten Sonntag fand
die Versammlung zur Gründung der Föderation von
Trient und Bozen mit Hinblick auf den zweiten
nationalen Kongress der Partei statt. Eine Versammlung, bei der
auch eine aktive Gruppe von Genossen aus der
Provinz Bozen anwesend war.
Die Diskussion hat die
Notwendigkeit einer Partei,
welche
die Gesellschaft im sozialistischen Sinne verändern
will - basierend auf der
Solidarität - bekräftigt. Ein Ziel, das es zu verfolgen gilt, allerdings mit Augenmerk
auf die aktuelle Situation,die enormen Folgen des
Scheiterns des Experimentes nach der russischen Oktoberrevolution
und der Stärke der Rechten.
Die
Erfahrung hat gezeigt, dass klamoröse
Fehler - so z.B. die Beteiligung am Krieg gegen
Serbien - der ertsen
Regierung,die eine Besserung der Situation der
breiten Massen anstrebte, es der Rechten
ermöglichte,an die Macht zu kommen. Eine Rechte, die man durchaus als beschämend
bezeichnen kann.
Nicht nur Rechts, sondern eben beschämend (und
auf Mass gemacht) sind die Gesetze, welche Bilanzfälschung zu
einem Kavaliersdelikt umwandeln, welches nach drei Jahren
nicht mehr bestraft werden kann oder jene, mit
denen das Ausliefern von Akten in internationalen
Prozessen verhindert wird. Diese wurden von
der Regierung in großer Eile verabschiedet, um einige rechtliche
Probleme Silvio Berlusconis zu lösen. Beschämend sind auch die
andauernden Angriffe auf die Justiz, welche man zum Spielball
der Regierung reduzieren möchte. Reaktionär und beschämend
sind die Maßnahmen zur Sanität, zur Vorsorge und zur Möglichkeit, die Abfertigung monatlich
auszuzahlen, um somit eine
Lohnerhöhung vorzutäuschen. Unannehmbar ist die
Absicht der Regierung, wie von der
Confindustria gefordert, den Kündigungsschutz
abzuschaffen, was dazu führen
wird, dass jeder allein
der Übermacht seines Arbeitgebers gegenübersteht.
Die große Beteiligung an
der Kundgebung der CGIL in Rom hat jedoch
gezeigt, dass die Welt der
Arbeiter bereit ist, gegen diese
Gefahr zu kämpfen. Die Bereitschaft, gegen das internationale
Großkapital und gegen den Krieg zu kämpfen, hat die große Beteiligung
an den Kundgebungen in Genua und dem
Friedensmarsch Perugia-Assisi erkennen lassen. Diesen Massen will die
Bewegung des Ulivo, trotz allen
Verschiedenheiten, zur Seite stehen. Deshalb war es richtig, dass sich die Partei der
Kommunisten Italiens an den Kundgebungen in Genua
und am Friedensmarsch Perugia-Assisi teilgenommen
hat. Eine stärkere Teilnahme
an der Demonstration in Rom wäre ebenfalls
angebracht gewesen. Dies hat die
Verbundenheit der Kommunisten Italiens mit den
beteiligten Organisationen und vor allem mit den
Menschen gestärkt.
Die Versammlung bekräftigte
auch die Notwendigkeit der Bildung einer starken
Linken und der Stärkung Linker Iddeen in der
Gesellschaft-ein Ziel, bis zu dessen
Realisierung es ein weiter Weg sein wird, bedenkt man, dass die größte
Linkspartei des Landes eher liberaldemokratisch
denn links erscheint. Eine Entwicklung, die sie dazu bewogen hat, für den Kriegseinsatz in
Afghanistan zu stimmen, auf die Gefahr
hin,die Spirale der Gewalt weiter anzukurbeln.Auch
unter diesem Licht gesehen,ist es besser, die Einheit der Linken in
einer Konföderation(sprich Ulivo)
voranzutreiben, als in der
Bildung einer einzigen Partei, da es in einer Konföderation
durchaus den einzelnen Gruppierungen frei steht, eigene Vorstellungen
voranzutreiben, während dies bei
einer Einheitspartei sehr bald zum Bruch führen
würde oder sich alle der Entscheidung einer
Mehrheit unterordnen müssten.
Abschließend wählte die
Versammlung die Delegierten für den nationalen
Kongress (Carlo Carlini, Mirko Carotta und
Maurizio Scarpa), einen 20-köpfigen
Regionalausschuss, sowie eine fünfköpfige
regionale Direktion (Carlo Carlini
und Anita Polenta für Bozen, Mirko Carotta, Giuliano Pantano und
Franco Valdunga für Trient) und die Genossin
Rosa Anna Tamanini zur Präsidentin der Föderation.
P.d.K.I - die Föderation von Trient
und Bozen
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